Wer etwas sucht, tut dies im Internet. Und egal, welche Suchmaschine genutzt wird, am Ende landen die meisten auf der Webseite um sich zu informieren. Und so stellt sich immer wieder die Frage, worauf man bei einer Webseite achten muss. Dieser Beitrag geht auf verschiedene Aspekte ein, die mir im Gespräch mit Kunden und Agenturen häufiger auffallen. Fakt ist – von der Qualität der Webseite wird immer auf die Qualität des Anbieters geschlossen.

Welche Fähigkeiten soll die Webseite haben?

Es gibt viele Gründe für eine Webseite. Welches sind Ihre? Brauchen Sie eine Visitenkarte oder eine umfassende Leistungsschau? Was sollen die Nutzer der Webseite erleben? Fachliche Texte zur Weiterbildung? Kurze knackige Anregungen und Impulse zu bestimmten Themen oder Bilder, die Eindrücke vom Geschäft wiedergeben? Für einen Blumenhändler kann die Webseite ein virtueller Showroom sein, ein Finanzmakler verdeutlicht die Notwendigkeit finanzieller Absicherungen. Welche Fähigkeiten soll Ihre Webseite haben?

Einfacher Aufbau

Ich persönlich mag den einfachen Aufbau. Dies gilt für das Design und für die Struktur. Das Design der Webseite sollte sich im gesamten Auftritt wiederfinden. Nicht selten kommt es vor, dass die Visitenkarte vom Anbieter A, der Flyer mit Powerpoint schnell selbst gemacht ist und die Webseite dann vom Anbieter C. Dann ist das grün hier hell, dort dunkel und die Schriften passen auch nicht immer. Dies ist kein gelungener Auftritt nach außen. Es klingt wie grüne und rote Socken zu gelber Hose und lila Hemd. Kann man machen…

Ähnliches gilt für die Struktur der Webseite. Diese sollte ein roter Faden sein. Wenn sich die Nutzer nicht entscheiden können, worauf sie nun klicken sollen, um zum Ziel zu kommen, verlassen sie die Seite wieder.

Insgesamt sollte das Design und der Aufbau aus meiner Sicht das Ziel verfolgen, dass Nutzer schnell die benötigten Informationen finden und erfassen können.

Strukturierte Texte

Wie lesen Sie im Internet? Ich lese selten. Ich scanne. Und das tun viele Nutzer. Sie hüpfen von Text zu Text und versuchen die Inhalte schnell zu erfassen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Texte klar strukturiert und gut lesbar sein sollten. Nutzen Sie die Bandbreite von Überschriften, Absätzen, Listen und auch der „Fett-Darstellung“. Betonen möchte ich hier die besondere Bedeutung der Überschriften und Zwischenüberschriften. Dies sind die Ankerstellen, an denen sich die meisten Nutzer orientieren.

Schnelle Ladezeiten

Nicht nur für die Positionierung der Webseite in den Suchmaschinen sind kurze Ladezeiten wichtig. Nutzer, die lange warten müssen, bis sich die Seite geladen und aufgebaut hat, brechen ab und verschwinden wieder. Entscheidend kann hier sein, ob die Seite 1 bis 2 oder 4 bis 5 Sekunden zum Laden braucht.

Technik

Es gibt einige Möglichkeiten, Webseiten aufzusetzen. Seite für Seite im klassischen HTML-Format kommt eher selten zum Einsatz. Gängig sind Content-Management-Systeme wie Typo3, WordPress, Redaxo oder auch Joomla. Daneben gibt es sogenannte Baukasten-Angebote, wie bei den Anbietern Wix, jimdo oder auch 1&1. Manche dieser Baukasten-Systeme bieten auch die Möglichkeit, dass Inhalte über eine App verändert werden können. Einfluss auf die Wahl der Technik haben Kosten, Pflegeaufwand, Zugang und auch mögliche „Nebenwirkungen“, wie Analysetools, die im Hintergrund laufen.

Aktualität

Webseiten sollten immer aktuell sein. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man dies abschalten. Eine Rubrik „Aktuelles“ oder „News“, die sechs Monate ohne neue Beiträge auskommen muss, kann weg.