Öffentliche Meinung und schweigende Mehrheit

Kann man politisch gestalten, indem man auf die öffentliche Meinung hört?

Ein zentrales Element der politischen Willensbildung ist die öffentliche Meinung. Es geht um die Wählergunst. Doch die öffentliche Meinung bildet die Meinung der Mehrheit nicht tatsächlich ab. Bereits während meines Studiums Ende der 90er Jahre hatten wir das Prinzip der „schweigenden Mehrheit“ und der „lauten Minderheit“ diskutiert. Soziale Medien mit ihren „Meinungsbubbles“ haben dieses Effekt verstärkt. Es kommt zu Verzerrungen in der Wahrnehmung des Willens der Wähler. Wer sein politisches Handeln danach ausrichtet, läuft Gefahr, sich zu verzetteln.

Welche Mechanismen führen zu dieser Verzerrung und welche Ansätze gibt es? Antworten gibt der Podcast „Die Ökonomie der öffentlichen Meinung“ des Blogs Wirtschaftliche Freiheit. Reinhören lohnt sich:

Diesem Grundgedanken folgend, stellt sich auch für die politische Arbeit in Nierstein die Frage, ob zum Beispiel die facebook-Gruppe „Nierstein Aktuell“ die in Nierstein mehrheitlich vorherrschende Meinung abbildet oder ob es eine weiter Bubble ist von einigen Wenigen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay