Universitäten – Traut euch. Nachwuchssorgen bei den Studenten.

Der demografische Wandel in Deutschland bereitet nicht nur den Unternehmen Sorgen. Der sich immer deutlicher abzeichnende Mangel an Nachwuchs trifft auch die Universitäten in Deutschland immer härter. Betroffen sind die Universitäten auf mehreren Ebenen. Zum einen fehlt der eigene wissenschaftliche Nachwuchs, der Forschung und Lehre zukünftig übernehmen soll. Zum anderen fehlen aber immer mehr die Studenten. Die wenigen verbleibenden müssen sich für eine der Hochschulen in Deutschland entscheiden. Und der Kampf der Unis um die Studenten hat bereits begonnen. Denn die Liste der Universitäten ist lang, wie das Beispiel „BWL“ beim EduMagazin zeigt.

Die Exzellenzinitiative ist eine Auswirkung davon. Der Druck auf die Lehrstühle,mehr Drittmittel einzuwerben, ist eine weitere. Und die Liste lässt sich fortsetzen. Auf diversen Messen sind manche Hochschulen und Fachhochschulen vertreten, die nicht unbedingt in der Nähe oder im gleichen Bundesland vertreten sind. Ein Interessent müsste beispielsweise bereit sein, vom äußersten Südwesten des Landes in den Harz zu ziehen.

Grundsätzlich stelle ich fest, dass die mir bekannten Universitäten noch zu träge sind, um konzeptionelle Weichen zu stellen. Zudem sind sie nicht bereit, gut investiertes Geld auszugeben, um sich gegenüber den Mitbewerbern abzusetzen. Mal eben schnell den „Zauberstab“ facebook nutzen, reicht nicht. Konzeptionell gehört es meines Erachtens dazu, die Studentinnen und Studenten an der Uni zu befragen, warum diese dort studieren. Aber vorsicht – die Antworten können ernüchternd sein. Sie bieten aber die Chance, einen Abgleich des Selbstbildes und des Fremdbildes zu vollziehen. Eine Stärken- und Schwächen-Analyse dürfte aber viel Gutes hervorbringen. Und wenn es „Fans“ an der Uni gibt, warum diese nicht gezielt einsetzen? Stichwort Testimonials.

Dazu gehört auch eine vernünftige Wissenschaftskommunikation. Fast jede Hochschule leistet sich eine eigene Agentur. Diese sollte in den Möglichkeiten der Kooperation mit den Lehrstühlen so aufgestellt sein, dass der Erfolg der Forschung und Lehre an den Unis bestmöglich publiziert wird. Viele Professoren sind in der PR-Frage noch sehr traditionell – also eher ablehnend. Langfristig steht aber der Lehrstuhl in Frage. Keine Studenten – kein Lehrstuhl – kein Lehrauftrag – kein Geld.

Und Erfolge hat jede Hochschule vorzuweisen. Kooperationen mit großen Unternehmen oder Forschungsaufträge von Instituten. Die Bandbreite ist riesig und anspruchsvoll genug, um junge Menschen für eine Uni zu begeistern. Zu wissen, wie der Lehrstuhl bzw. die Universität mit der Wirtschaft vernetzt ist, kann ein großes PLUS bei der Entscheidung für eine Bildungseinrichtung sein. Denn nach der Hochschule kommt der Arbeitsplatz. Und bei den Unternehmen über Kooperationen bereits während des Studiums einen Fuß in die Tür zu bekommen, ist grandios. Auch Kooperationen mit anderen Universitäten in Europa kann ein guter Grund sein, eine Entscheidung für oder gegen ein Studium an der betreffenden Hochschule zu treffen.

Belastbare Daten und Fakten sind das Eine. Aufmerksamkeit durch ein virales Marketing zu erzeugen das andere. Hier denke ich, sollten einige Unis über den eigenen Schatten springen und sich trauen, neue Wege zu gehen. Eine Idee zeigt das folgende Video: http://www.youtube.com/watch?v=Rv-4ZQ8dFYM

Um es klar festzuhalten, das Video ist gut und sorgt für Aufmerksamkeit. Alleine reicht es nicht. Was danach folgen muss sind harte Fakten. Ähnlich wie auf dem Portal http://www.edumagazin.de. Die Aufbereitung ist modern, aufschlussreich und erhält von mir die volle Punktzahl.

Also liebe Universitäten und Hochschulen. Die Gesellschaft kennt Euch als höchste Bildungseinrichtung. Zeigt nun, dass Ihr auch etwas drauf habt, Eure Erfolge zu kommunizieren.

 

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